STOP THE BOMB präsentiert im Internet ein Ranking der EM-Teilnehmer nach ihrem Handelsvolumen mit dem Iran
Die Kampagne STOP THE BOMB – Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm, die seit Ende letzten Jahres mit einer internationalen Unterschriftenaktion gegen Geschäfte mit dem iranischen Regime mobil macht, hat im Internet ein Ranking der Teilnehmerländer an der Fußball-EM nach ihrem Handelsvolumen mit dem Iran präsentiert.
Der größte Handelspartner des Iran in Europa ist demnach Italien. Platz 2 geht an die Türkei, Platz 3 an Deutschland, das allerdings als geheimer Europameister durchgehen könnte, da es immer mehr seiner Exporte in den Iran über Drittländer abwickelt. Ebenfalls Spitzenplätze belegen Frankreich, Niederlande, Spanien, Rußland und Griechenland. Auf der Website von STOP THE BOMB findet sich auch ein Ranking des Handelsvolumens in Relation zur Einwohnerzahl. Bezogen auf die Bevölkerung ist der fußballerische Titelverteidiger Griechenland auch Europameister im Handel mit dem Iran.
Der Politikwissenschaftler Stephan Grigat, der als Berater von STOP THE BOMB tätig ist, weist darauf hin, dass die Gastgeberländer der EM alles tun, um in die Spitzengruppe aufzusteigen: „Die OMV, die zu über 30% in Staatsbesitz ist, plant bekanntlich den Abschluß eines Milliarden-Geschäfts mit dem Iran. Die Eidgenossen sind ihrem EM-Kooperationspartner allerdings nicht nur in fußballerischen Belangen voraus. Die Schweizer Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg hat im April 2008 mit der Iranian Gas Export Company einen Vertrag über ein geschätztes Gesamtvolumen von 18 Milliarden Euro abgeschlossen.“
Jeder Deal mit diesem Regime bedeute einen ökonomischen, politischen und propagandistischen Erfolg für die Diktatur der Ajatollahs, meint Simone Dinah Hartmann, die Sprecherin von STOP THE BOMB: „Wer mit dem islamischen Terrorstaat Iran Geschäfte treibt, finanziert die Unterdrückung der iranischen Bevölkerung, die Vernichtungspropaganda gegen Israel und die Aufrüstung der Mullahs.“ Hiwa Bahrami, Österreich-Repräsentant der Demokratischen Partei Kurdistan Iran und aktiv an der STOP THE BOMB-Kampagne beteiligt, stellt klar: „Wer mit diesem Regime Verhandlungen und einen ‚Dialog’ führt, fällt jener Opposition in den Rücken, die seit Jahrzehnten für einen demokratisch-rechtsstaatlichen und säkularen Iran kämpft.“
Die Kampagne STOP THE BOMB setzt sich für umfassende ökonomische Sanktionen gegen das iranische Regime und für einen Dialog mit der Opposition statt mit den Mullahs ein.
Das EURO 2008 Ranking findet sich unter: euro.stopthebomb.net
STOP THE BOMB fordert österreichische Politik auf, Unterstützung für Iran-Geschäfte einzustellen und startet Divestment-Kampagne gegen OMV
Die Kampagne STOP THE BOMB – Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm mobilisiert seit Ende letzten Jahres mit einer internationalen Unterschriftenaktion, die u. a. von Elfriede Jelinek, Elie Wiesel und Imre Kertéz, Albert Steinhauser und Maria Vassilakou von den Grünen sowie über 4.300 weiteren Personen aus über 60 Ländern unterstützt wird, gegen den Iran-Deal der OMV. Nun fordert sie in einem offenen Brief an die Bundesregierung und das Außenministerium Österreich auf, die politische Unterstützung für Geschäfte mit dem iranischen Regime einzustellen. Aus Anlass dessen, dass sich nach Angaben iranischer Oppositionsgruppen derzeit eine hochrangige Delegation der OMV im Iran aufhält, um über den geplanten 22-Milliarden-Euro-Deal des Konzerns mit dem Regime zu verhandeln, antwortet STOP THE BOMB mit einem offenen Brief auf ein Schreiben des Außenministeriums an die Kampagne, in dem Thomas Mayr-Harting, der politische Direktor des Außenministeriums, die österreichische Position hinsichtlich des Irans dargestellt und implizit versucht hatte, Iran-Geschäfte österreichischer Unternehmen zu legitimieren.
In dem offenen Brief heißt es: „Gerade Österreich, das schon einmal am antisemitischen Massenmorden beteiligt war, kann sich nicht auf die Vereinten Nationen oder EU-Beschlüsse herausreden. Es sollte sich an die Spitze jener stellen, die konsequent gegen das Regime in Teheran vorgehen, nicht an die Spitze jener, die dafür sorgen, dass Milliardenbeträge in die Staatskasse jener gespült werden, die die eigene Bevölkerung drangsalieren, Millionen Iraner ins Exil getrieben haben und Israel vernichten wollen.“ Der Politikwissenschaftler Stephan Grigat, wissenschaftlicher Berater von STOP THE BOMB, betont: „Die Regierung kann sich nicht mit dem Hinweis aus der Verantwortung stehlen, bei der OMV handele es sich um ein Privatunternehmen. Erstens ist die Republik Österreich mit über 30 % an der OMV beteiligt. Zweitens setzt jeder Staat Rahmenbedingungen, in denen der Außenhandel stattzufinden hat.“
Zeitgleich mit dem offenen Brief startet STOP THE BOMB eine Divestment-Kampagne gegen das geplante Iran-Geschäft der OMV. Mehrere internationale wie nationale Investmenthäuser werden aufgefordert, ihre OMV-Anteile zu verkaufen und auf die Konzernleitung der OMV dahingehend einzuwirken, die Verhandlungen mit dem Mullah-Regime in Teheran einzustellen. Die Sprecherin der Kampagne Simone Dinah Hartmann, die auf der OMV-Hauptversammlung vom 14. Mai als Kleinaktionärin die Konzern-Leitung mit der Herrschaftspraxis des iranischen Regimes konfrontiert hatte und dafür das Wort entzogen bekam, betont: „Der anvisierte Milliarden-Deal ist nicht nur verwerflich, sondern angesichts der sich abzeichnenden Zuspitzung der Lage auch mit kaum abzuschätzenden ökonomischen Risiken verbunden.“ Hiwa Bahrami, der Österreich-Repräsentant der Demokratischen Partei Kurdistan Iran stellt fest: „Schon jetzt hat das geplante Geschäft angesichts der Kritik von iranischen Oppositionellen, Menschenrechtsorganisationen, jüdischen Organisationen und Holocaust-Überlebenden sowie seitens der US-amerikanischen und israelischen Regierung zu einem starken Image-Verlust der OMV geführt.“
Der offene Brief von STOP THE BOMB findet sich hier.
STOP THE BOMB kündigt Proteste bei der Hauptversammlung der OMV gegen Iran-Geschäft an und denkt über internationale Divestment-Kampagne nach
Am Mittwoch, dem 14. Mai findet in Wien die Hauptversammlung der OMV statt. Bei dieser wird auch das geplante Milliardengeschäft des Konzerns mit dem Iran Thema sein. Die Kampagne STOP THE BOMB – Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm, die seit Ende letzten Jahres mit einer internationalen Unterschriftenaktion und zuletzt mit der Konferenz “Die iranische Bedrohung” gegen Geschäfte mit dem iranischen Regime mobil macht, bereitet sich seit Monaten auf diese Hauptversammlung vor. Mitglieder des Bündnisses werden an der Hauptversammlung teilnehmen, um dort ihrer Kritik Ausdruck zu verleihen. Sie werden konkrete Fragen zum Iran-Geschäft stellen und auf ihrem Recht als Kleinaktionäre bestehen, Antworten zu bekommen. Auch im Umfeld der Hauptversammlung sind Protestaktionen geplant.
STOP THE BOMB erhält weiterhin internationale und prominente Unterstützung. Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel verweist auf den antisemitischen Charakter des iranischen Regimes, das “vor aller Welt ankündigt, ein Mitglied der internationalen Gemeinschaft von der Landkarte streichen zu wollen.” Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek plädiert als Alternative zur Kollaboration mit den Mullahs für “die Unterstützung jener iranischen Opposition, die eine wirkliche Alternative zum gegenwärtigen Regime darstellt und für einen säkularen und demokratischen Iran kämpft.”
Die OMV muss mit Kritik und öffentlichem Protest seitens verschiedener Gruppen bei der Hauptversammlung rechnen. Gerade exil-iranische Gruppen wie die Demokratische Partei Kurdistan Iran sind erzürnt über die Unterstützung der mörderischen Mullah-Herrschaft. Hiwa Bahrami, Österreich-Repräsentant der DPKI: “Die Gelder aus dem OMV-Geschäft würden es dem Regime ermöglichen, aufzurüsten und die Bevölkerung weiter zu terrorisieren.” Kayvan Kaboli von der Grünen Partei Irans fordert “den Abbruch der Verhandlungen zwischen der OMV und dem iranischen Regime, die Einstellung der staatlichen Unterstützung für Geschäfte mit dem Iran und die Verhängung von wirksamen und umfassenden Sanktionen mit dem Ziel das iranische Regime politisch und ökonomisch zu isolieren.” Simone Dinah Hartmann, die Sprecherin von STOP THE BOMB, bemerkt dazu: “Die OMV hat es mit ihrem Vorhaben bereits geschafft, unterschiedliche Organisationen und Personen aus aller Welt gegen sich aufzubringen. Schon bei der STOP THE BOMB-Konferenz Anfang Mai an der Universität Wien trafen sich Exil-Iraner, Israelis und US-Amerikaner mit Aktivisten aus Europa, die ihre bestehenden Differenzen zurückstellten, um gemeinsam das Ziel der Verhinderung einer iranischen Bombe zu verfolgen.”
STOP THE BOMB ist bezüglich der Hauptversammlung schon länger im Gespräch mit Brokern und Investmentfonds aus den USA, Deutschland und Israel, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. In den USA ist es seit langem üblich, erfolgreich öffentlich Druck auszuüben, damit staatliche Pensionsfonds, aber auch Investmentbanken Aktien von Firmen verkaufen, die mit dem Iran Geschäfte machen. Das Bündnis geht davon aus, dass ein Grossteil der OMV-Kleinaktionäre die Sorgen bezüglich des geplanten Iran-Geschäftes teilt. Sollte die OMV weiter an ihrem Vorhaben festhalten, wird STOP THE BOMB sich alle Möglichkeiten offen halten, international dahingehend zu wirken, dass OMV-Aktien aus Protest in größerem Ausmaß abgestoßen werden. Dies beinhaltet auch einen Aufruf an Kleinaktionäre, sich von diesen Papieren aus Protest zu trennen.
Der Politikwissenschaftler Stephan Grigat hält hinsichtlich des geplanten Milliardendeals fest: “Der anvisierte Vertragsabschluss würde das iranische Regime zu einem der Haupthandelspartner Österreichs und zu einem wichtigen strategischen Partner Europas befördern. Während international versucht wird, die iranische Bedrohung durch eine weitere Schwächung des Regimes abzuwenden, fällt ein Konzern, an dem die Republik Österreich mit über 30 % beteiligt ist, diesen Anstrengungen in den Rücken.” Nach Berichten, die im Iran durch dortige Oppositionsgruppen veröffentlicht und kürzlich vom sozialdemokratischen Europaparlamentarier Paulo Casaca öffentlich gemacht wurden, sollen in der zweiten Maihälfte hochrangige Vertreter der OMV in den Iran reisen, um dort ein Übereinkommen zum Zweck der Erdölförderung in Khusistan abzuschließen. Ein neuer Vertragsabschluss könnte also unmittelbar bevorstehen. Casaca legt den OMV-Aktionären nahe, sich zu verdeutlichen, dass diese Geschäfte nicht “business as usual” sind: Vielmehr verschaffen sie dem “iranischen Regime jene Mittel, mit denen es seinen internen Krieg gegen die Bevölkerung fortsetzen und seine Ankündigung, Israel auszuradieren, wahr machen kann.”
Rückfragen:
Österreich:
Simone Dinah Hartmann (STOP THE BOMB)
Email: info@stopthebomb.net
Tel: +43 650 3448858
Hiwa Bahrami (Demokratische Partei Kurdistan Iran)
Email: hiwa.bahrami@pdki.org
Tel: +43 699 18883573
Ansprechpartner im Ausland (Kontakt über Fr. Hartmann):
Deutschland:
Ulrike Becker (Mideast Freedom Forum, Berlin)
Matthias Küntzel (Scholars for Peace in the Middle East, Hamburg)
EU:
Paulo Casaca (MdEP, Lissabon/Brüssel)
Israel:
Yossi Klein Halevi (Shalem Center, Jerusalem)
Yacov Stiassny (Klub der österreichischen Pensionisten in Israel, Tel Aviv)
USA:
Jeffrey Herf (Professor für Geschichte an der Universität Maryland)
Kayvan Kaboli (Green Party of Iran, Los Angeles)
Andrei Markovits (Professor für Politikwissenschaft an der Universität Michigan)
Charles A. Small (The Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Anti-Semitism)
Utl.: Wissenschafter, Oppositionelle und Friedensnobelpreisträger
Elie Wiesel thematisieren die "iranische Bedrohung"
Wien (OTS) - Am 3. und 4. Mai findet an der Universität Wien die
internationale Konferenz "Die iranische Bedrohung - Die Islamische
Republik, Israels Existenzkampf und die europäischen Reaktionen"
statt. Neben dem Bündnis STOP THE BOMB, das sich gegen Geschäfte mit
dem iranischen Regime ausspricht, wird die Konferenz von der
Israelitischen Kultusgemeinde Wien, der Wissenschaftervereinigung
Scholars for Peace in the Middle East und der Zeitschrift
Illustrierte Neue Welt veranstaltet.
Eröffnet wird die Konferenz neben einer Grußbotschaft des grünen
Nationalratsabgeordneten Albert Steinhauser mit einer Videobotschaft
des Friedensnobelpreisträgers Elie Wiesel, der auch die
Unterschriftenkampagne von STOP THE BOMB gegen das Iran-Geschäft der
OMV unterstützt. Unter den Referenten und Referentinnen finden sich
Wissenschafter, Politiker und Aktivisten aus den USA, dem Iran,
Österreich, Deutschland, Portugal und Israel, darunter der
Europaparlamentsabgeordnete Paulo Casaca, der Schriftsteller Robert
Schindel, der Politikwissenschafter Matthias Küntzel, Michael Oren
vom Jerusalemer Shalem Center, Benny Morris von der Ben Gurion
Universität in Beer Sheva und Jeffrey Herf von der Universität
Maryland, Patrick Clawson vom Washington Institute, Menashe Amir, der
langjährige Leiter des persischsprachigen Programms von Kol Israel,
Hiwa Bahrami, der Österreich-Repräsentant der Demokratischen Partei
Kurdistan Iran und Kayvon Kaboli, der Sprecher der Green Party of
Iran.
Stephan Grigat, Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft und
Mitorganisator der Tagung, sieht die Konferenz "als Einspruch gegen
die Gleichgültigkeit, mit der große Teile der österreichischen und
europäischen Öffentlichkeit dem Terror gegen die iranische
Bevölkerung und der Vernichtungsdrohung gegen Israel seitens der
Teheraner Mullahs begegnen." Simone Dinah Hartmann, die Sprecherin
von STOP THE BOMB, formuliert die Zielsetzungen: "Zum einen soll eine
Beschreibung, Analyse und Kritik der islamischen Diktatur im Iran
geleistet werden. Zum anderen gilt es, das Verhältnis Europas und
insbesondere Österreichs und Deutschlands zum iranischen Regime zu
beleuchten. Das Nuklearwaffenprogramm des Regimes in Teheran wird
ebenso Thema sein wie der geplante Milliardendeal der OMV mit dem
Iran." Besondere Aktualität bekommt die Konferenz durch den Stand der
Verhandlungen der OMV mit dem iranischen Regime. Nach Angaben von
iranischen Oppositionsgruppen wird eine hochrangige Delegation der
OMV in der zweiten Mai-Hälfte zu weiteren Verhandlungen nach Teheran
reisen.
Utl.: Holocaust-Überlebende, Klarsfeld, Jelinek und STOP THE BOMB
kritisieren Folgenlosigkeit des "Anschluss"-Gedenkens
angesichts des OMV-Deals mit dem iranischen Regime
Wien (OTS) - Die überparteiliche Plattform "STOP THE BOMB -
Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm", die sich mit
prominenter Unterstützung gegen Geschäfte mit dem iranischen Regime
richtet, kritisiert die Heuchelei der gegenwärtigen
Gedenkveranstaltungen zum so genannten "Anschluss". Man könne sich
nicht auf ein folgenloses Warnen und Mahnen angesichts der
Vergangenheit beschränken, sondern müsse sich dem aktuellen
Antisemitismus, wie er insbesondere in den Vernichtungsdrohungen des
iranischen Regimes gegenüber Israel zum Ausdruck komme, mit Taten
entgegenstellen. Simone Dinah Hartmann, die Sprecherin der Plattform
stellt dazu fest: "Sollen die Reden gegen Gewaltherrschaft und
Antisemitismus nicht reine Heuchelei bleiben, muss das geplante
Milliardengeschäft der OMV mit dem iranischen Regime gestoppt werden,
um den iranischen Vernichtungsdrohungen nicht nur verbal, sondern
durch Aufkündigung jeglicher Zusammenarbeit entgegen zu treten."
Unterstützung für diese Forderung kommt von in Israel lebenden
Vertriebenen aus Österreich. Gideon Eckhaus, Vorstandsvorsitzender
des "Zentralkomitees der Juden aus Österreich in Israel" stellt
hinsichtlich des mit Unterstützung der österreichischen Regierung
geplanten Milliarden-Geschäfts der OMV klar: "Wir wünschen, dass jede
Unterstützung - wo immer sie auch herkommt - für die Entwicklung von
Vernichtungswaffen im Iran, die sich gegen Israel oder andere Staaten
richten, sofort eingestellt wird." Auch Ari Rath, der langjährige
Chefredakteur der Jerusalem Post, der nach dem "Anschluss" als
13-Jähriger aus Wien vertrieben wurde, unterstützt die Kampagne von
STOP THE BOMB gegen Geschäfte mit dem iranischen Regime.
Die in Wien lebende Autorin Ceija Stojka, Überlebende der
Konzentrationslager Auschwitz, Ravensbrück und Bergen-Belsen und
Unterstützerin von STOP THE BOMB, verweist auf ihre traumatischen
Erfahrungen im Nationalsozialismus und spannt den Bogen zu den
aktuellen Gefahren: "Nach der Befreiung blieb die Angst mein
ständiger Begleiter. Die Vernichtungsdrohungen aus dem Iran lassen
diese Angst wieder wachsen. Fast unerträglich wird sie, wenn
Österreich auch noch Geschäfte macht mit diesem Regime." Beate
Klarsfeld von den "Söhnen und Töchtern der jüdischen Deportierten
Frankreichs", die zu den Erstunterzeichnern der im Dezember letzten
Jahres gestarteten Unterschriftenaktion von STOP THE BOMB gehört und
bereits bei den Protesten gegen Kurt Waldheim in Österreich aktiv
war, fragt: "Will Österreich sich, nachdem es in den letzten Jahren
zaghaft begonnen hat, seine Vergangenheit aufzuarbeiten, schon wieder
schuldig machen, indem es die Judenmörder von heute und morgen
unterstützt?"
Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, die ebenfalls zu
den Erstunterstützern von STOP THE BOMB zählt, pflichtet dem bei:
"Mit dem Iran unter seiner derzeitigen Führung kann man keine
Geschäfte machen. Ein Staat, der sich die Vernichtung eines anderen
Staates zum Programm gemacht hat, ist nicht gesellschaftsfähig, weil
er auch gegen seine eigene Gesellschaft agiert. Die brutale
Unterdrückung der Opposition, der Frau, und die mit offensichtlichem
Nationalstolz vorangetriebene atomare Bewaffnung unter dem Deckmantel
der zivilen Nutzung von Kernenergie schließen den Iran derzeit aus
der Runde der zivilisierten Länder aus."
Die Plattform STOP THE BOMB hat angekündigt, mit weiteren Aktionen
an die Öffentlichkeit zu treten. In der kommenden Woche erscheint im
Studienverlag der von Simone Dinah Hartmann und dem
Politikwissenschaftler Stephan Grigat herausgegebene Sammelband "Der
Iran - Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen
Förderer", der in mehreren österreichischen und deutschen Städten
präsentiert werden soll. Für den 3. und 4. Mai ist an der Wiener
Universität eine Konferenz unter dem Titel "Die iranische Bedrohung -
Die Islamische Republik, Israels Existenzkampf und die europäischen
Reaktionen" geplant, an der Experten aus dem In- und Ausland,
insbesondere iranische Oppositionelle, teilnehmen werden.
Utl.: NR Steinhauser, Schiedel, Bahrami und Hartmann zu OMV, Nabucco und Iran
Wien (OTS) - Die überparteiliche Plattform "STOP THE BOMB -
Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm" lädt die
Vertreterinnen und Vertreter der Medien zu einem
PRESSEFRÜHSTÜCK
mit
Albert Steinhauser, Nationalratsabgeordneter und Justizsprecher der
Grünen
Heribert Schiedel, Aktion gegen den Antisemitismus
Hiwa Bahrami, Demokratische Partei Kurdistan-Iran
Simone Dinah Hartmann, STOP THE BOMB - Bündnis gegen das iranische
Vernichtungsprogramm
Zeit: Dienstag, 12. Februar 2008, 10 Uhr
Ort: Café Berg, Berggasse 8, 1090 Wien
Themen:
- Präsentation der über 3000 Unterschriften der Kampagne gegen
Geschäfte mit dem Iran und internationale Reaktionen
- Aktuelle Entwicklungen bei OMV, Nabucco und Iran
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Pressemappe [PDF]
Utl.: Ehemaliger österreichischer Botschafter in Israel, Dr. Kurt
Hengl, sowie Abgeordneter des europäischen Parlaments, Paulo
Casaca, schliessen sich dem Protest gegen das OMV Geschäft an
Wien (OTS) - Die überparteiliche Plattform "STOP THE BOMB -
Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm" verurteilt die
jüngsten Treffen zwischen ranghohen österreichischen Politikern und
Politikerinnen mit einer Delegation des iranischen Pseudo-Parlaments
aufs Schärfste. Im "Mittelpunkt der Aussprache" standen laut
Parlamentskorrespondenz zudem nicht die Menschenrechtssituation im
Iran und dessen Vernichtungsdrohungen gegen Israel, sondern
"wirtschaftliche Beziehungen".
Auch andere Äußerungen zum fast einwöchigen Besuch der iranischen
Delegation lassen befürchten, dass die heiklen Themen wieder mal
ausgespart wurden. So sprach Nationalratspräsident Michael
Spindelegger (ÖVP) vom "Respekt des jeweiligen anderen Standpunktes",
was angesichts der antisemitischen Staatsdoktrin des Iran wie Hohn
klingt. Noch weiter ging Abg. Helmut Kukacka (ÖVP), der behauptete,
"Österreich sei sehr daran gelegen, die Freundschaft zwischen den
beiden Ländern zu vertiefen und auszubauen."
"Ich empfinde kein Gefühl der Freundschaft gegenüber diesem
Folterregime, sehr wohl aber mit dem unterdrückten iranischen Volk!
Herrn Kucacka seien solche Gefühle unbenommen, aber er soll hier
nicht für alle Österreicher sprechen!", so Dr. Elisabeth Pittermann,
die gemeinsam mit Elfriede Jelinek, Beate Klarsfeld, Leon De Winter,
Prof. Dr. Wolfgang Neugebauer, Dr. Ariel Muzicant, Prof. Arik Brauer,
Dr. Kazem Moussavi, Lotte Tobisch, Gerhard Haderer, Hermann Gremliza,
Dr. Matthias Küntzel, Erwin Riess, Dr. Kurt Hengl, Robert Schindel,
Alfred Dorfer, Marika Lichter, MEP Paulo Casaca, Mag. Hiwa Bahrami,
Prof. Micha Brumlik, Dr. Brigitte Bailer, Prof. Andrei S. Markovits,
Fiamma Nirenstein und Dr. Lars Rensmann zu den Unterzeichnern der
Petition gegen (OMV-) Geschäfte mit den Mullahs zählt.
Die überparteiliche Plattform "STOP THE BOMB - Bündnis gegen das
iranische Vernichtungsprogramm" hat vor mehr als einer Woche ihre
Unterschriftenkampagne gestartet. Aktueller Anlass ist das kurz vor
Abschluss stehende Mega-Geschäft der Österreichischen
Mineralölverwaltung (OMV) mit dem iranischen Terrorregime.
"Während die internationale Staatengemeinschaft auf die politische
und ökonomische Isolierung Teherans drängt, springt Österreich in die
Bresche. Seit Ahmadinejads Amtsantritt im Sommer 2005 hat keine
einzige ausländische Firma einen Eröl- oder Erdgasvertrag mit dem
Iran abgeschlossen. Das geplante Geschäft der OMV soll das größte
Erdgas-Geschäft werden, dass je ein europäisches Unternehmen mit dem
Iran abschlossen hat", erklärte Dr. Matthias Küntzel, dessen Buch
"Jihad und Judenhaß" zu den diesjährigen Gewinnern des Londoner
Buchpreises zählt, im Mai 2007 in Wien.
Die Forderungen der Plattform nach umfangreichen politischen und
ökonomischen Sanktionen gegen den Iran wurden heute früh in einer
Aussendung allen ParlamentarierInnen zur Kenntnis gebracht.
Die Plattform "STOP THE BOMB - Bündnis gegen das iranische
Vernichtungsprogramm" begrüßt bei aller Skepsis gegenüber den
Intentionen des Konzerns die Diskussionsbereitschaft der OMV. "Wir
hoffen, in einem öffentlichen Gespräch mit Generaldirektor
Ruttensdorfer endlich eine Antwort darauf zu finden, warum die OMV
als ein angeblich den Menschenrechten verpflichtetes Unternehmen
einem Regime Milliarden an Euro in den Rachen schiebt, das
Menschenrechtsverstöße gesetzlich vorschreibt und in den letzten drei
Jahrzehnten für den Mord an Zehntausenden verantwortlich ist", so
Simone Dinah Hartmann, Sprecherin der Plattform.
Morgen, Samstag, wird eine Anzeige in der Tageszeitung "Die
Presse" mit einem Auszug der über 1000 UnterstützerInnen erscheinen.
Utl.: Vorstellung einer breiten Kampagne gegen OMV-Deal und atomare
Aufrüstung
Prominente Unterstützung für Aufruf gegen das neue
Appeasement
Wien (OTS) - Die überparteiliche Plattform "STOP THE BOMB - Bündnis gegen das
iranische Vernichtungsprogramm" startet heute mit einer
Unterschriftenkampagne gegen Geschäfte mit den iranischen Mullahs.
Aktueller Anlass ist das kurz vor Abschluss stehende Megageschäft der
Österreichischen Mineralölverwaltung (OMV) mit dem iranischen
Terrorregime. Unter dem antisemitischen Apokalyptiker Ahmadinejad
droht dieses Regime Israel offen mit atomarer Vernichtung und
implizit auch dem Westen. Während die Welt versucht, diese Bedrohung
abzuwenden, fällt ein Konzern, dessen größter Eigentümer mit 31,5
Prozent die Republik Österreich ist, diesen friedenssichernden
Anstrengungen in den Rücken.
"Die OMV sieht in einem Staat mit einer derart
selbstmörderisch-sendungsbewussten, zur Vernichtung eines anderen
Staates entschlossenen Führung einen 'idealen Partner' für ihre
Geschäfte. Es sieht ganz so aus, als wollte Österreich sich geradezu
vordrängen, um eine Drehscheibe für Handel, aber leider nicht Wandel,
mit diesem antisemitischen und totalitären Regime des Iran zu
werden", so Elfriede Jelinek. Die Nobelpreisträgerin gehört zusammen
mit zahlreichen Prominenten aus fast allen gesellschaftlichen
Bereichen zu den ErstunterzeichnerInnen der Kampagne "Keine Geschäfte
mit den iranischen Mullahs", darunter Alfred Dorfer, Robert Schindel,
Lotte Tobisch, Dr. Ariel Muzicant, Prof. Arik Brauer, Dr. Ing. Kazem
Moussavi, Dr. Elisabeth Pittermann, Dr. Erwin Riess, Hon. Prof. Dr.
Wolfgang Neugebauer, Marika Lichter, Dr. Matthias Küntzel, Walter
Kohl, Gerhard Haderer, Hermann Gremliza, Karl Pfeifer, Leon De Winter
und Beate Klarsfeld.
Wie lange weigerte sich Österreich seine Mitschuld an der
Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden einzugestehen - um
nun zu demonstrieren, wie leer die Rede von der "Verantwortung" und
dem "Nie wieder!" ist. Nicht nur für Stadträtin a. D. Elisabeth
Pittermann zeigt sich hier einmal mehr: "Der Kampf gegen den
Antisemitismus wird bestenfalls als Vergangenheitsbewältigung, aber
niemals als Leistung der Gegenwart angesehen."
Auch heute ist der antisemitische Furor nicht durch Ignoranz und
Verleugnung zu bezwingen. Im Unterschied zu den Verharmlosern und
Schönrednern aus Geschäftsinteresse nehmen wir, die InitiatorInnen
dieser Kampagne, die Vernichtungsdrohungen gegen Israel ernst. Wer
wie Ahmadinejad das Menschheitsverbrechen der Nazis leugnet oder auf
Konferenzen leugnen lässt, der bereitet einen neuen Judenmord vor.
Wolfgang Neugebauer (Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich):
"Als Historiker weiß ich, dass das Zurückweichen vor totalitären
Diktaturen katastrophale Folgen haben kann. Die Appeasement-Politik
des Westens 1938 hat zu den Erfolgen Hitlerdeutschlands maßgeblich
beigetragen und schließlich zu einem noch größeren Krieg geführt, als
es bei einem rechtzeitigen entschlossenen Widerstand der Fall gewesen
wäre. Shoah und andere Genozide in Europa wären nicht möglich
gewesen, wenn Hitlerdeutschland schon 1938 in die Schranken gewiesen
worden wäre. Daraus heißt es die Lehren zu ziehen."
Die UnterzeichnerInnen fordern, dass an die Stelle eines
"kritischen Dialogs" mit dem Regime in Teheran umfangreiche
politische und ökonomische Sanktionen treten. "Die Verhandlungen
zwischen der OMV und den iranischen Mullahs sowie die Kreditstützung
solcher Geschäfte durch die österreichische Kontrollbank müssen
sofort eingestellt werden. Das iranische Atomprogramm muss
rechtzeitig gestoppt werden, um dem Frieden im Nahen und Mittleren
Osten eine Chance zu geben", warnt Musical-Star Marika Lichter.
Dr. Ing. Kazem Moussavi (Green Party of Iran) fordert, dass der
Dialog mit der iranischen Opposition und nicht länger mit den Mullahs
geführt wird. Jedes Geschäft mit dem Regime würde dessen Macht
einzementieren.
"Damit würde wirklich die Büchse der Pandora aufgeschlossen. Etwas
Entsetzliches würde dabei herauskommen", so Jelinek.