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Samstag, 23. September 2017

Kranerzeuger Palfinger schielt auf den iranischen Hinrichtungsmarkt

Konzernchef Ortner sieht großen Kranbedarf im Iran – Palfinger-Kran in Vergangenheit für Hinrichtungen verwendet – STOP THE BOMB verurteilt Iran-Geschäfte

Der österreichische Kranerzeuger Palfinger hat offenbar nichts aus der eigenen Firmengeschichte gelernt. Obwohl die Verwendung mindestens eines seiner Kräne im Iran für Hinrichtungen dokumentiert ist, sieht Konzernchef Herbert Ortner den Iran als "Hoffnungsmarkt". Speziell im Kranbereich habe das Land großen Bedarf, so Ortner zur APA. Dass dieser Bedarf offenbar besonders den laut Amnesty International derzeit stattfindenden Massenhinrichtungen geschuldet ist, scheint für die Salzburger Firma kein Problem darzustellen.

STOP THE BOMB-Sprecher Stefan Schaden: "Das Beispiel Palfinger zeigt, dass österreichischen Firmen bei ihren Iran-Geschäften die katastrophale Menschenrechtslage herzlich egal ist und diese das Regime bei ihrer menschenverachtenden Politik unterstützen, wenn es dem Umsatz dient. Die Wirtschaftskammer und die österreichische Politik mit dem geplanten Iran-Besuch von Bundespräsident Fischer, Außenminister Kurz, Wirtschaftsminister Mitterlehner und WKÖ-Chef Leitl ermuntern auch noch dazu. Das Wettrennen um Milliardenaufträge im Iran fällt der iranischen Bevölkerung auf den Kopf, da es dem Regime die Fortsetzung seiner brutalen Unterdrückung ermöglicht."
Foto: Hinrichtung mittels Palfinger-Kran
http://www.worldpressphoto.org/collection/photo/2012/contemporary-issues/ebrahim-noroozi/07