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Mittwoch, 29. März 2017

Köln: "Antizionismus als Waffe - Der Antisemitismus des iranischen Regimes und die westlichen Reaktionen"

Vortrag und Diskussion mit Andreas Benl.

 

29. Oktober 2015, 19.00 Uhr.

Köln, Hörsaal V, Hauptgebäude der Universität zu Köln.

Sofern der Vernichtungsantisemitismus der Islamischen Republik Iran im Westen nicht rundheraus geleugnet wird, präsentiert man ihn gerne als bloße Rhetorik, die für interne Propagandazwecke eingesetzt werde. Deshalb die Erleichterung über Rohani, dessen Auftreten sich von den Tiraden eines Ahmadinejad abhebt. Der antisemitische Antizionismus der Islamischen Republik ist jedoch kein Akzidens, sondern sein nicht verhandelbarer Kern. Ihn als bloßen Störfaktor auf dem Weg zur Entspannungspolitik wahrzunehmen, verkennt das Wesen des Antisemitismus als Mobilisationsinstrument, als negatives Magnetfeld im politischen Raum, das unterschiedlichste politische Kräfte anzieht. Er dient als Begründung für die globale Expansion des schiitischen Djihadismus, kann aber auch an westliches Appeasement und antisemitische Ressentiments anknüpfen, indem er Israels Widerstand gegen die Vernichtungsdrohungen aus Teheran zum eigentlichen Friedenshemmnis erklärt. Wie in den 30er Jahren ist der Antisemitismus kein vernachlässigbarer Schmutzrand totaler Herrschaft, sondern im Gegenteil die jahrzehntelang erprobte Waffe von sogenannten Reformern und Hardlinern des iranischen Regimes gegen seine Gegner im Iran, im Mittleren Osten und im Westen.

Andreas Benl ist im Mideast Freedom Forum Berlin aktiv und schreibt unter anderem zum Zusammenhang von Antizionismus und Kulturrelativismus.

Eine Veranstaltung des Bündnis gegen Antisemitismus Köln und des AStA der Universität zu Köln, unterstützt von der Amadeu Antonio Stiftung und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bonn.

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