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Samstag, 18. November 2017

Iran: Rohani-Regierung sponsert Event zur Holocaust-Leugnung

STOP THE BOMB fordert klare Verurteilung durch BP Fischer und AM Kurz und Einfrieren der universitären Zusammenarbeit – Kein Kuschelkurs mit Irans antisemitischem Regime!

Nach dem Event zur Holocaustleugnung an der Universität Isfahan – einer Partneruniversität der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – beginnt am Samstag, 14. Mai, in Teheran erneut eine Ausstellung von Karikaturen zur Holocaustleugnung und -relativierung. Sowohl die Veranstalter des Wettbewerbs 2015, das Owj Media & Cultural Institute und das Sarsheshmeh Cultural Center, wie auch die Aussteller 2016, die Islamische Organisation für Propaganda, sind von iranischen Regierungsstellen gesponsert und unterstützt. Die Ausstellung ist Teil der „Iranischen Karikaturen-Biennale“, die vom Ministerium für Kultur und islamische Führung bezahlt und organisiert wird. Die angeblich moderate Regierung Rohani ist also direkt in die Ausstellung zur Holocaustleugnung involviert. Aussagen von Außenminister Zarif, der Veranstalter sei eine unabhängige NGO und habe mit der Regierung nichts zu tun, sind nachweislich falsch. Eine solche Veranstaltung könnte im Iran niemals ohne Sanktus des Regimes stattfinden.

„Der Beginn der Ausstellung wurde mit dem 14. Mai absichtlich auf den Unabhängigkeitstag jenes Staates gelegt, dem das iranische Regime regelmäßig mit der Vernichtung droht: Israel. Bundespräsident Fischer, Außenminister Kurz und das Parlament haben zum 8. Mai wortreich ihre Wachsamkeit gegen Antisemitismus beschworen. Wenn sie es damit ernst meinen, müssen sie den staatlich organisierten Antisemitismus im Iran laut und deutlich verurteilen und die Kooperation mit diesem Regime unverzüglich einstellen“, erklärt Stephan Grigat, der wissenschaftliche Direktor von STOP THE BOMB.